Innere Unruhe

Kennt jemand das. Die innere Unruhe. Okay, ich glaube, die kennt jeder und jeder wird sie schon in bestimmten Situationen gehabt haben.

Aber es kann auch, sagen wir einmal, krankhaft sein. Ich fühle mich auf irgendeine Weise immer gehetzt. Ich habe nie Zeit. Ich kann den ganzen Tag zu Hause sein, und trotzdem habe ich keine Zeit. Wenn mal ein Termin ansteht breche ich in Panik aus. Auch wenn es nur die Zeit von einer Stunde in Anspruch nimmt, ist für mich – gefühlt – der ganze Tag weg.

Alleine wenn ich morgens aufstehe, habe ich Schmetterlinge in Bauch. Ich bin entsetzlich aufgeregt. Das sogar ganz ohne Grund – zumindest wüsste ich keinen. An guten Tagen ist es nach 5 Minuten weg, an sehr schlechten Tagen kann dieser Zustand den ganzen Tag anhalten.

Dazu kommt auch, dass man mit nichts wirklich fertig wird. Man fängt alles an und bekommt nichts fertig. Die Konzentration lässt leider viel zu schnell nach.

Dieser Zustand schlaucht einen wirklich. Ich versuche eben dieses Problem in Angriff zu nehmen.

Leider bin ich ein Mensch, der dann alles auf einmal ändern möchte. Nur das kann man ja nun mal nicht und daher bin ich sehr schnell frustriert.. Ich muss lernen langsam alles zu ändern und diesem Zustand entgegen wirken. Ich starte momentan erstmal mit Atemtechniken und Meditation. Obwohl ich da auch schon das Gefühl habe, keine Zeit für so etwas zu haben. Dieses Gefühl ist ziemlich stark und daher immer wieder ein Kampf.

Ich möchte diesen Kampf aber unbedingt gewinnen. Gerade diesen Sommer einen völligen Zusammenbruch. Ich möchte nie wieder, und ich meine auch wirklich nie wieder, da ankommen wo ich war.

8 Kommentare zu „Innere Unruhe

  1. Solche Zustände sind mir auch vertraut, ich darf mich jeden Tag in Geduld üben. Hatte dito am Jahresanfang einen Zusammenbruch, im Sommer dann Reha, jetzt geht es mir besser. Eines nach dem anderen und das Wichtigste zuerst. Mein Glaube hilft mir dabei.

    Sende dir gute Wünsche und Gedanken, herzlichen Gruß, Reiner

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      1. Hallo Alexandra,

        das ist ja der so weit verbreitete Irrtum, wir sind nie allein. Seit fast 20 Jahren bin ich aufgrund meiner Suchterkrankung in der Selbsthilfe aktiv und so gewohnt, das eine oder andere offen zu machen, was anderen schwerer fällt. Es tut gut, Bewusstsein zu schaffen,, Worte zu finden und loszulassen.

        Und – bei aller zeitweisen Schwere das lachen nicht verlernen 🙂

        L.G.

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  2. Irgendetwas in Dir treibt Dich an.
    Eine unter vielen Ideen dazu ist, nicht genügt zu haben, Vater oder Mutter. Du bekamst die Liebe und Wertschätzung nicht, ums Verrecken.
    Das KÖNNTE eine Auslegung sein, ich kenne Dich ja nicht.

    Vor 2 Jahren hatte ich das Gefühl, alles anpacken zu müssen: Sport machen, Lesen, Schach, Kunst, Zeichnen, Fotografie, Sprachen lernen, ect.
    Jetzt habe ich erkannt, das geht nicht. Auch lässt ja die Energie nach mit dem Älterwerden, das ist Fakt.
    Dieses Verhalten wurzelte in dem Gefühl, zu wenig mit dem Leben angefangen zu haben.

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    1. Ja da wirst du recht haben. Ob es an den Eltern liegt? Nee glaub ich nicht. Aber wer weiß…. aber das Gefühl zu haben wenig im Leben erreicht zu haben, habe ich wirklich. Bei mir ist es die Anerkennung die ich gerne hätte. Das treibt einen in den Wahnsinn.

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